Handy, Uni, Wohnungssuche

Nachdem ich gestern erst spät ins Bett bin, bin ich heute erst gegen 11 aus dem Bett und habe mich dann um 12 mit Krisztina getroffen, um uns spanische Telefonnummern zu besorgen. Wir landeten nach kurzer Zeit in einem Telefonica-Movistar Shop gelandet sind. Der junge Mann hinter der Theke (der übrigens Raúl Rodriguez hieß) erledigte seinen Job mit spanischer Gelassenheit, sprich wir standen (mit 2 Kunden vor uns) geschlagene 2 Stunden in dem Shop, bis wir endlich unsere spanischen SIM-Karten in der Hand hatten. Wir haben für 2 Handys mit Prepaid-SIM 20€ Euro bezahlt (waren aber jeweils schon 10€ auf der SIM, sprich die Handys waren umsonst). Ich habe mir zusätzlich einen UMTS-Stick um 39€ gekauft und bin jetzt mit meinem mobilen Laptop auch mobil im Internet :)

Anschließend trafen wir uns mit einigen Leuten von gestern, da wir alle zusammen auf die medizinische Fakultät zur Uni fuhren, wo eine Erasmus-Infoveranstaltung statt fand. Auf dem Weg zur Uni habe ist mir aufgefallen, dass es die Spanier mit Parken nicht allzu genau nehmen zu scheinen (siehe Parkschadenfotos, die alle in der gleichen Straße entstanden) ;) . Die Veranstaltung ansich war ganz OK, ich habe aber nicht zu viel Neues erfahren. Jedenfalls weiß ich jetzt mehr über den Spanisch-Sprachkurs. Dieser umfasst 60h von Oktober bis Dezember (6h die Woche), kostet, da subventioniert, 100€ und bringt 6 ECTS-Credits von den 30, die ich machen muss.

Wir sind dann zu Fuß zurück in die Innenstadt und wollten uns um kurz vor 8 mit Diego treffen, da wir am Nachmittag bei einer Wohnung angerufen und um Besichtigung gebeten hatten. Wenn man mit eingefleischten Spaniern spricht (in dem Fall eine Frau um die 70), wirds dann doch recht happig, aber irgendwie hauts schon hin, einen Termin auszumachen. Bin davor noch kurz zurück ins Hostel und habe dort einen neuen Zimmernachbarn kennengelernt, Alex aus England, der am Tag zuvor angekommen war. Ich traf mich mit Krisztina und da Diego nicht auftauchte sind wir zu zweit zu der Wohnung. Nach 20 Minuten vergeblichen telefonierens mit der Besitzerin (wir waren vor der Tür und sie wollte irgendwas von uns, irgendwo klingeln, aber keine Chance zu verstehen was sie wollte) haben wir uns dann doch irgendwie mit ihr getroffen und sind in die “Wohnung”, die aber ein reinstes Drecksloch war. Sind dort auch recht schnell wieder verschwunden und haben uns auf der Plaza de Trinidad in eine Tapabar gesetzt, um weitere Wohnungen rauszusuchen und dort anzurufen. Dort sind wir auf Morgan und Alex gestoßen. Als wir für 2 Wohnungen ausgemacht hatten (bei der zweiten verstand kein Mensch den Vermieter, sodass wir schlussendlich dem Kellner das Telefon in die Hand gedrückt haben und er uns freundlicherweise den Weg erklärte). Kurz danach rief Diego an und meinte, er habe verschlafen und sei deswegen nicht mit zur einen Wohnung gekommen. Kriszti, Diego und ich waren dann die erste Wohnung ansehen (war ganz OK, jedoch nur noch für 2 Leute Platz), bei der zweiten Wohnung stieß dann Alex auch dazu. Die Wohnung war eigentlich sehr cool (bis auf die leicht antiken Möbel), der einzige schwere Negativpunkt ist jedoch, dass die Telefonleitung nicht funktioniert bzw. inaktiv ist, sprich kein Internet möglich ist. Wir sagten Salvador, dem sehr freundlichen, aber nicht zu verstehenden Vermieter, dass wir uns morgen bei ihm melden würden, falls wir die Wohnung nehmen wollten. Der Typ war dermaßen schwer zu verstehen, dass sogar Diego (zur Erinnerung: Mexikaner) teilweise kein Wort verstand. Morgen werden wir noch eine Runde weiter sehen, vielleicht findet sich ja was ähnliches mit Internet.

Dann sind wir zurück in unsere Hostels, ich war den ganzen Tag über schon recht müde und bin jetzt froh, eine Runde relaxen zu können.