
Nachdem ich mir heute Nacht mal eine ordentliche Nase Schlaf gegönnt habe, bin ich gegen halb 11 aufgestanden, da ich mit Krisztina auf 11 bei der Kathedrale ausgemacht hatte. Morgan war auch gerade aufgestanden und ich fragte ihn, ob er genaueres zu der Erasmus-Veranstaltung morgen wisse. Er wusste zumindest, wo man hinmuss und so haben wir ausgemacht, zusammen hinzugehen.
Nachdem ich mich mit Kriszi getroffen hatte, gingen wir zuerst auf einen Kaffee und dann kurz zu ihrem Hostel, das in einer recht arabisch beeinflussten Gegend liegt. Das Viertel ist sehr nett und man findet einen Souveniershop nach dem anderen, wo hauptsächlich Shishas, Tee, Teppiche, etc. verkauft werden. Wir haben uns dann, mit einem Stadtplan bewaffnet, auf den Weg quer durch die Stadt gemacht, um uns mal einen Überblick zu verschaffen und uns einige Wohnungsannoncen anzusehen, die hier an jeder Ecke und Telefonzelle hängen. Dabei sind wir an allen möglichen Kirchen, Parks und Einrichtungen vorbeigekommen und mir ist zum ersten Mal aufgefallen, wie schön diese Stadt ist. Ist wirklich noch ein Stück besser, als ich erwartet hatte. Aber am besten dazu einfach die Fotos ansehen. Unsere Wohnungssuche endete an der wissenschaftlichen Fakultät der Uni, wo eine ewig lange Wand voll mit Annoncen war. Wir haben uns die wichtigsten rausgepickt, die eigentliche Suche aber auf morgen verschoben, da es am Sonntag recht schwer ist, eine Prepaid-Simkarte zu besorgen
Wir haben uns zwar so ein Zwischending gekauft (eine Prepaid-Karte, die durch vorwählen einer kostenlosen Nummer und eines Pincodes belastet wird), aber das will irgendwie nicht ganz hinhauen. Hinzu kommt, dass wir am liebsten in einer 4 bis 5er WG ziehen wollen und es morgen auf der Erasmusveranstaltung kein Problem sein wird, weiter Leute zu finden, die sich mit uns auf Wohnungssuche begeben wollen. Als wir genug Annoncen gesammelt hatten, sind wir zurück in die Innenstadt, um eine Churreria (Churros sind in Fett ausgebackene Süßgebäcke ähnlich Croissants, die mit heißer Schokolade zum tunken serviert werden) zu suchen, um die Zeit (2 am Nachmittag) war die Suche aber erfolglos, da sowas doch eher zum Frühstück gegessen wird. Bei einem alternativen Kaffee wurde uns dann beiden klar, dass das Klima oder die Atmosphäre hier die Siesta regelrecht zu erzwingen scheint
Jedenfalls waren wir beide hundemüde und beschlossen, in unsere Hostels zurückzugehen und uns später am Abend nochmal zu treffen. Auf dem Weg alleine zurück bin ich bei der Suche nach Zigaretten in einer Bar gleich um die Ecke bei meinem Hostel hängen geblieben, wo ich gerade sitze und diesen Artikel tippe. Habe ich schon erwähnt, dass ich das Essen hier liebe? Habe mir ein Glas Weißwein (sehr gut) und einen Bocadillo de Tortilla a las Patatas bestellt und als Beigabe einfach so als Tapa eine Art Schweinegeschnätzeltes bekommen. Die Tortilla im Anschluss war auch sehr gut
Mein Spanisch entwickelt sich auch langsam. Nachdem ich gestern zu so gut wie nichts imstande war, schaffe ich es langsam wieder, in kompletten Sätzen zu reden und verstehe die Spanier zunehmend besser
. So jetzt gehts mal zurück ins Hostel auf eine Siesta.
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