Sodala, jetzt hab ich hier schon länger nichts mehr geschrieben. Die letzten Tage war einfach zu viel los, um vorm Laptop zu sitzen und zu bloggen
Also mal kurz im Schnelldurchlauf die letzten Tage: Mittwoch nach dem letzten Post ging es ab auf die Tapatour, wo uns Tony aus dem Hostel durch einige Tapabars geführt hat und wo ich wieder jede Menge netter Leute kennen gelernt habe, unter anderem Eríc und Audrey aus Quebec die für 2 Wochen durch Spanien reisen, Nicky eine in England lebende Brasilianerin und noch viele weitere, an deren Namen ich mich grad nicht erinnern kann
Nach 3 Tapabars gings dann zuerst in die berüchtigte Chupiteria auf Chupitos und Tischfußball (die Tische hier sind übrigens seehr strange, ganz andere “Aufstellung” und die Platte ist gebogen, sodass meine hart erspielten Anfängerskills hier recht wenig nützlich sind
) und dann in eine karibische Bar, wo hauptsächlich Sound in Richtung Reggeaton und Dancehall gespielt wird. Gegen halb 2 haben wir dann zufällig Krisztina und die anderen Mädels getroffen, die gerade auf dem Weg zur Erasmus-Party im Vogue waren. Wir sind jedoch vor (ja, vor
) der Chupiteria hängen geblieben und dann um kurz vor 2 in den Club, der genau um die Ecke bei Hostel liegt. Eintritt war 6€ inkl. 1 Drink oder 2 Bier, der Club war bei der Ankunft angenehm voll mit Erasmusstudenten und der Sound war zum Party machen OK. Gegen halb 4 war dann langsam die Zeit, zu der die Spanier anfangen, in Clubs zu gehen und der Laden wurde so richtig voll. Da ich von den letzten Tagen ohnehin recht fertig war bin ich um 4 ins Hostel um eine Runde Schlaf zu bekommen. Zudem hatte ich im Club erfahren, dass am Donnerstag anscheindend um 12 ein Treffen der Wirtschaftsfakultät sei, und ich nicht (wie geplant) gemütlich ausschlafen konnte.
Donnerstag bin ich dann um halb 11 auf, da wir ausgemacht hatten, uns um 11 an der Kathedrale zu treffen, um zu besagtem Meeting zu schauen. Wir waren dann auch um 12 dort, nur um zu erfahren, dass das Meeting abgesagt worden war. Also mal auf den schwer nötigen Café gegangen und dann zurück ins Hostal. Während ich dort in der “Lobby” saß, um meine Mails zu checken habe ich dann Adam getroffen, der gerade angekommen war und lustigerweise in Innsbruck Physik studiert. Um 5 sind Alex, Diego und ich dann in die Wohnung, um mit der Vermieterin einige Details zu besprechen und die Liste mit der Einrichtung durchzugehen und zu unterschreiben. Mit der Vermieterin haben wir wirklich ins Schwarze getroffen, wir bekommen komplett neue Bettdecken und -überzüge, können Leintücher und so Zeug aus ihrem Hostel um die Ecke holen, bekommen nagelneue Töpfe, Pfannen und Teller, können während wir unser Internet in der Wohnung anmelden das WiFi in ihrem Hostel nutzen usw. Einfach nur wow. Nebenbei war die Wohnung auf den zweiten Blick nochmal besser als beim ersten Mal – besser gehts nicht. Am Abend habe ich dann Adam bei der Besichtigung einer Wohnung begleitet und bin dann zurück ins Hostel, wo wir mit einigen Leuten aus dem Hostel auf ein Paar Bierchen zusammensaßen und wo ich wieder einige super Leute kennen gelernt habe. Die sind dann alle noch in Richtung Chupiteria, ich bin im Hostel geblieben, da ich am nächsten Tag früh aufstehen und zum IRO wollte. Das böse kleine Halophonieprogramm mit dem “S” in der himmelblauen Blase hat meinen Plan jedoch vereitelt, sodass ich erst gegen 2 im Bett war.
Am Freitag bin ich dann um 06:45 aus dem Bett, da ich mich um 07:30 mit Adam getroffen habe, um zum IRO zu gehen und mich an der Uni zu registrieren. Dort bearbeiten sie nur 100 Anfragen am Tag, sodass man früh dort sein muss, um sich eine der Nummern zu schnappen. Als wir gegen 08:15 dort waren, waren tatsächlich schon ca. 50 andere vor uns, wir bekamen aber unsere Nummer. Gleichzeitig erfuhren wir, dass die Nummer eigentlich unnötig ist, wenn man alle seine Unterlagen zusammen hat und in einem der Erasmus-Kuverts abgibt. Da ich alle Unterlagen hatte (Anmeldungsformular, 2 Fotos, Passkopie und Nominierung der Heimuni), habe ich das schnell erledigt und war um 08:45 fertig. Dann mal gemütlich auf einen Kaffee und zurück ins Hostel, wo ich eigentlich meine Sachen packen und auschecken wollte, da Check-Out vor 12 war und wir am Nachmittag die Schlüssel zur Wohnung bekamen. Da jedoch alle im Zimmer schliefen, hab ich bis halb 12 im Gemeinschaftsraum verbracht und dann aufs Zimmer, um meine 7 Sachen wieder zurück in Koffer und Rucksack zu stopfen, was mir auch mehr oder weniger gelang. Hab mein Zeug dann im Kofferraum geparkt, die kleine böse Plastikkarte zur Bezahlung gezückt und hab mich auf den Weg in die Stadt gemacht, um nach einer Neoprenhülle für mein Notebook Ausschau zu halten. Auf der Suche nach einem geeigneten Laden hab ich einerseits jede Menge spanisch gesprochen, da ich an jeder Ecke nach dem Weg gefragt habe und andererseits jede Menge neuer Orte gesehen, da mich meine Suche recht abseits vom Zentrum gebracht hat. Nach 2h wars dann Siesta-Time zu der die Läden schließen und ich hab die Suche aufgegeben und mich zurück auf den Weg ins Hostel gemacht. Dort dann mit Alex, Diego, Krisztina und Adam getroffen und eine kleine Siesta gehalten, bis wir uns um halb 5 auf den Weg zur Wohnung gemacht haben, um einzuziehen. Da die Raumaufteilung nicht ganz fair ist (ein Zimmer mit Doppelbett, ein kleineres und 2 gleich große), haben wir die Zimmer durch Ziehung bestimmt und beschlossen, dass wir einerseits alle paar Wochen mal Zimmer wechseln und andererseits derjenige das Doppelbett bekommt, der Besuch hat.
Dann mal eine Runde gechillt (wortwörtlich – wir hatten noch kein Gas, spich die Dusche war recht erfrischend
) und dann am Abend Tony aus dem Hostel angerufen und gefragt, ob wir ihn auf der wieder stattfindenden Tapatour begleiten könnten. Gesagt, getan und trafen ihn und die Leute aus dem Hostel in der 3ten Tapabar von Mittwoch. Diesmal war die Runde sehr schräg und es waren recht viele ältere Leute dabei, unter anderem Mike aus NY, Elmer aus Australien und ein Typ aus Irland, an dessen Namen ich mich gerade nicht erinnern kann. Nach der Tapabar gings ab zur Chupiteria, wo wir ordentlich Gas gegeben haben. V.A. der Ire, um die 45, war sehr lustig, da er nach ca. 6 “last ones” nicht mehr ganz fit war und ohne Hilfe warhscheinlich nicht mehr ins Hostel zurück gefunden hätte
Obwohl ich nicht vorgehabt hatte, wirklich auszugehen, wurde ich überredet, mit zur Erasmus-Party ins “El Camborio” zu kommen, wohin wir uns dann auch den Weg machten. Der 20 Minuten Fußmarsch den Hügel hinauf bot dabei etwas Gelegenheit zum Ausnüchtern
Der Club war wirklich der Hammer. Liegt auf einem Hügel gegenüber der Alhambra und bietet einen meeeeega Ausblick auf die beleuchtete Alhambra und die Stadt. Unten gibts eine Bar, oben eine Chillout-Terrasse mit Sesseln und Bänken und 2 Bars und Dancefloor. Ich habe meine Leute recht schnell verloren, dann aber Morgan, Aline, Vanessa und ein paar andere getroffen und hatte meinen Spaß. Sind dann gegen halb 7 raus und ich war gegen 7 zuhause.
Um 13:00 bin ich dann auf und war erstaunlicherweise recht fit. Haben dann beim Nachbarn geklingelt, um nach der Nummer für den Gasflaschenlieferant zu fragen. Der bot uns sogleich an, uns eine Flasche zu leihen und zeigte uns dann auch, wie man das Dings anschließt und anzündet. Nach einigen Startschwierigkeiten brannte dann die Flamme im Boiler und wir hatten endlich warmes Wasser
Krisztina, Alex und ich sind dann ins Zentrum, wo wir uns auf der Plaza Trinidad mit Adam auf einen Kaffee getroffen haben. Dort trafen wir auch Nicky (von der Tapatour am Mittwoch), die uns gleich zum Abendessen in ihrer neuen Wohnung einlud. Nach dem Kaffee machten wir uns auf den Weg zu einem Markt und trafen dabei gleich Morgan, Elise (?) und Vanessa. Auf dem Markt gab es für meinen Geschmack viel zu viele Süßigkeiten und zu wenig “gutes Zeug”, sodass ich mich mit Krisztina auf den Weg gemacht habe, um eine Runde einzukaufen, was sich erfreulicherweise als günstiger als in .at herausstellte. Da wir erst um 8 daheim waren, war nicht viel Zeit, um uns weiter auf den Weg zu Nicky zum Abendessen zu machen. Adam kam um 20:30 vorbei, wir (Alex, Adam und ich) starteten bei uns aber erst um 21:00, sodass wir gute 20 Minuten zu spät dran waren. Vor der Wohnung trafen wir auch gleich auf Diego, der separat von uns eingeladen worden war. Dort lernten wir einige neue Leute kennen und aßen eine Art marokkanischen Hühnereintopf mit Couscous, welcher sehr gut schmeckte. Danach machten wir uns (schon wieder!) auf den Weg zur Chupitobar, wo wir einige Shots hatten, den Großteil der Zeit aber vor der Bar auf der Straße verbrachten. Dort wieder einige Leute getroffen und kennen gelernt, da ich aber nicht so recht fit war, bin ich gegen 2 nach Hause, als die anderen in die karbische Bar gestartet sind.
Heute dann gegen 1 aufgewacht und mich gefühlt, als hätte ich die ganze Nacht Party gemacht
Hab mir was zu Essen und eine Dusche gegönnt und bin dann zurück ins Bett, um mir einen Film anzusehen. Wetter ist heute sowieso nicht so mega, da passt das schon. Gegen vier hab ich mich dann aufgerafft und hab mich mit Notebook bewaffnet auf den Weg zu Plaza Romanilla gemacht, wo ich seitdem draußen sitze und diesen Post tippe. 4 Stunden später: nach dem letzten Satz hörte ich plötzlich laute Musik einer Parade, also packte ich meinen Laptop ein, bezahlte und ging um die Ecke, um die Parade anzusehen. Ich erfuhr später, dass heute der Tag des Schutzpatrons von Granada ist. Auf der Straße waren tausende (zehntausende) von Leuten mit Kerzen, eine Kapelle und Riesentroubel (?). Als ich allein bei der Parade stand fragte ich einen Typ neben mir, ob er wüsste, was es für eine Parade sei. Er wusste es zwar nicht, aber wir kamen eine Runde zum quatschen und gingen dann auf einen Kaffee. Zufällig stießen Alex und Kriszti dazu mit denen ich dann weiterzog. Ging mit Alex ca. bis 8 durch die Stadt und die Parade und war dann gegen halb 9 zuhause. Jetzt tippe ich gerade schnell den Post zuende, treffe mich heute mit ein paar deutschen Leuten. Fotos kommen später, Videos noch später wenn ich mal schnelles Inet habe.